III. Biblisches Verständnis der guten Nachricht
Neun Kennzeichen einer gesunden Gemeinde.
In der heutigen Zeit muss die Kirche über viele Themen Klarheit gewinnen. Am wichtigsten aber ist das Herzstück des Glaubens – das Evangelium. Jeder Christ sollte darum beten, dass er immer grössere Einsicht in die gute Nachricht bekommt, die ihm Rettung durch das Vertrauen auf Jesus Christus zusagt. Eine heilsame Kirche ist voll von Menschen, die ihr Herz mit dieser Nachricht erfüllt haben und sie gerne mit anderen teilen.
Wenn wir über das Evangelium nachdenken, oder es jemandem erklären, dürfen wir vier Dinge nicht vergessen.
- Gott. Um die gute Nachricht richtig verstehen zu können, müssen wir zuerst den Absender der Botschaft kennen lernen. Es ist der heilige Gott und souveräne Schöpfer von Himmel und Erde.
- Mensch. Durch die Sünde ist der Mensch, den Gott zu seinem Ebenbild geschaffen hat, von Gott getrennt. Er hat verloren, was ihn mit seinem Schöpfer verband.
- Christus. Der ewige Sohn Gottes wurde Mensch. Damit ist er der Mittler zwischen Gott und den Menschen. Er ist an der Stelle des Sünders gestorben, um ihm vom Tod zu retten und ihn wieder mit seinem heiligen Schöpfer zu verbinden.
- Reaktion. Wer die ersten drei Punkte verstanden hat, ist aufgerufen, der guten Nachricht Glauben zu schenken. Das geschieht nicht durch äusserliche Gesten, sondern darin, dass man sich von seinem selbstzentrierten Leben in der Sünde abkehrt und neu auf seinen Schöpfer ausrichten lässt.
Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Busse und glaubt an das Evangelium!
Markus 1,15
Hallo Thomas
AntwortenLöschenRiecht nach Mark Dever, doesnt it?
Herzliche Grüsse,
Andy
@ Elkana
AntwortenLöschenHallo Andy
Ja, das tut es, wie ich ja vor einigen Posts bereits zugegeben und angekündigt habe.
Siehe: Gemeinde leiten, Gemeinde bauen
Dieses Thema sollte man genauer unter die Lupe nehmen!
AntwortenLöschenZum Beispiel an der Verax-Konferenz für Gemeindemitarbeiter am 7. und 8. März 2008.
(ja, natürlich, das ist ein Werbe-Add - aber kein Kommentar-Spam!)
Bei allem - berechtigten und nötigen ! - Nachdenken über das, was den Kern des Evangeliums ausmacht, möchte ich gerne einen anderen Aspekt mit hineingeben: die immer lauernde Gefahr des Reduktionismus! Ich denke, wir leben in einer Zeit, die nicht in der Gefahr steht, zu lange "Definitionen" des Evangeliums zu präsentieren. Vielmehr hat uns die pragmatische Seite des Evangelikalismus (Gemeindewachstumsbewegung, etc.) bei gebracht, das Evangelium möglichst auf ein Akronym oder vier geistl. Gesetze zu beschränken. Dabei ging leider einiges verloren, was theologisch eindeutig unverzichtbar ist (z.B. die Rede von dem Ratschluss Gottes, aber auch vom Glauben und von der Hölle). Deshalb denke ich, wir sollten uns eher ein Beispiel nehmen an Paulus, der - obwohl er durchaus das Evangelium auf den Punkt bringen konnte, wenn's drauf ankam - stets "den ganzen Ratschluss Gottes" verkündigte (Apg 20,27). Das heißt,er hätte auf die Frage: was ist das Evangelium und wo in der Bibel finde ich eine gute Definition? eventuell geantwortet: Auf Seite 1 bis 1024!
AntwortenLöschenNun, da bin ich durchaus mit euch beiden einverstanden. Natürlich reicht mein Beitrag nicht aus das Evangelium zu erfassen oder genügend zu erklären. Es sollte vielmehr eine Anregung sein, über seine eigene Vorstellung des Evangeliums nachzudenken. Da kann man heute Vieles entdecken, was eben, wie angemerkt, grob verkürzt ist. Wer vom Evangelium redet und nur den barmherzigen und liebenden Gott verkündigt, der macht dem Hörer etwas vor. Wir sind allerdings dazu angehalten die ganze Wahrheit zu sagen. So gesehen sind diese vier Punkt für mich keine Verengung, sondern fordern mich zur Erweiterung meines Denkens und meiner Verkündigung auf - das kann ja auch auf einer Konferenz geschehen ;-).
AntwortenLöschenAllerdings müssen wir uns auch eingestehen, dass wir in einem Gespräch, oder in einer einzigen Predigt niemals die ganze Wahrheit sagen können. Nicht weil wir nicht wollten, sondern weil wir schlicht die Zeit nicht dazu haben. Immerhin war Paulus ja drei Jahre in Ephesus und konnte darum zu den Ältesten sagen, dass er den ganzen Ratschluss Gottes verkündigt hat.