06 April 2010

Dem Islam begegnen

In letzter Zeit hört man viel davon, dass unsere westliche Gesellschaft etwas gegen das Aufkommen des Islams unternehmen muss. Verbote werden diskutiert und gesellschaftliche und erzieherische Massnahmen ins Auge gefasst. Staatlich verordnete Integration, sprich obligatorischer allgemeiner Schwimmunterricht und interreligiöse Fächer in den Schulen, sind die üblichen Strategien, die ein friedliches zusammenleben der Religionen sichern sollen. Wer sich bei all diesem politischen Aktionismus mit der Meinung zurücklehnt, dass nun genug getan ist, täuscht sich. Den Islam mit politischen Massnahmen zu «einzudämmen» wird nicht funktionieren. Genauso gut könnten wir bei einem Hochwasser, das unsere Keller zu überschwemmen droht, die Heizung aufdrehen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wer um das Hochwasser weiss, muss das Wasser sein Haus abdichten. Wenn es kalt wird, macht es hingegen Sinn die Heizung aufzudrehen. Religion kann nicht mit politischen Massnahmen geregelt werden, weil sie in unserem Land ausserhalb des staatlichen Einflusses steht. Alle Forderungen und Massnahmen, von denen man heute spricht, drehen bloss die Heizung auf.

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